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HOW TO: BEWERBUNGSGESPRÄCH

1 | Wer sind Sie noch gleich?

Informiere dich über deinen potenziellen Arbeitgeber und zeig, warum du dich bei Ihnen beworben hast, und nicht bei irgendeinem Unternehmen in dieser Branche. Achte vor allem darauf, wenn du dich bei mehreren Firmen zur gleichen Zeit beworben hast. Kümmere dich selbst um deine Anfahrt und frag nicht nach, wie man den Arbeitsplatz am besten erreichen kann. Dies ist ein erstes Zeugnis für Selbstständigkeit.

2 | Was ziehe ich bloß an?

Eher leger, oder doch der Anzug? Das ist die Frage, wenn es darum geht, wie man bei einem Bewerbungsgespräch erscheint. Der einfachste Weg darauf eine Antwort zu finden ist online. Schau dir an, wie sich das Unternehmen nach außen hin präsentiert. Besteht dann immer noch Unsicherheit, ist man immer besser beraten, in einer schickeren Garderobe zu erscheinen als in normaler Straßenkleidung.

 

3 | Woher soll ich das denn wissen?

Grundsätzlich werden die Fragen bei jedem Bewerbungsgespräch sehr ähnlich ausfallen. Denn es gibt grundlegendes, was einfach für jeden Arbeitgeber wichtig ist und fast immer gefragt wird. Deshalb findest du hier eine kleine Liste mit häufig gestellten Fragen.

  • Was hat sie dazu bewogen, sich für diese Stelle zu bewerben?

  • Was wissen Sie bereits über unser Unternehmen?

  • Wie stehen sie zu eventuellen Fortbildungen?

  • Worin liegen Ihre Stärken/Schwächen?

  • Welche Erfahrungen und Fähigkeiten bringen Sie mit, die für die Stelle relevant sind?

  • Warum haben Sie sich für diese fachliche Ausrichtung/Ausbildung entschieden?

  • Was erwarten Sie sich von Ihrem Beruf?

  • Sehen sie sich längerfristig in unserem Betrieb?

  • Was ist Ihr Umgang mit stressigen oder angespannten Situationen?

  • Was ist Ihre Rolle in einem Team? Zurückhaltend oder anteilnehmend?

  • Wie sehen Sie das Thema Überstunden? Sind sie bereit solche durchzuführen und wenn ja, in welchem Ausmaß?

Ein wichtiger Tipp ist auch, immer bei der Wahrheit zu bleiben. Wenn man lügt, fällt das in den meisten Fällen direkt auf und hinterlässt verständlicherweise keinen guten Eindruck.

 

4 | Wer stellt hier die Fragen?

Da Bewerbungsgespräch ist genau das, was der Name sagt, ein Gespräch. Und in jedem Gespräch ist es üblich Rückfragen oder anderweitige Fragen zu stellen. Hier aber sehr darauf zu achten, wie man diese formuliert und auch nicht die falschen Fragen zu stellen. Hier sind einige Beispiele für angemessen Fragen.

  • Was werden meine Aufgaben sein?

  • Wer ist meine Ansprechperson für sämtliche Anliegen/mein/e Vorgesetzte/r?

  • Welche Herausforderungen könnten auf mich zu kommen?

  • Wie würde mein Arbeitsalltag aussehen?

  • Mit wem werde ich zusammenarbeiten?

  • Besteht die Möglichkeit ein Probetag/Schnuppertag zu absolvieren?

  • Warum ist diese Stelle momentan unbesetzt?

 

5 | Ist mein Mikro an?

Manchmal kann es dazu kommen, dass man sein Interview online über einen Videoanrufe stattfinden. Aber auch dort sind ein paar wichtige Dinge zu beachten.

Dass wichtigste ist wohl ein ruhiger und ungestörter Ort, an dem du dich vor die Kamera setzt. Dein Outfit solltest du so wählen, als würdest du ein herkömmliches Bewerbungsgespräch in Person führen. Vergewissere dich, dass alles funktionsfähig ist, sodass keine technischen Fehler dazwischen kommen sollten. Natürlich können sie dennoch auftreten, lass dich dadurch jedoch nicht verunsichern. Richte deinen Blick auf die Kamera, damit der Gesprächspartner merkt, dass du dich voll und ganz auf die Unterhaltung konzentrierst.

 

6 | Und sonst so?

  1. Verstelle dich nicht, sei einfach du selbst.

  2. Probiere trotz Nervosität nicht angespannt zu wirken.

  3. Sei immer höflich und professionell.

  4. Stelle durch deine Körperhaltung Selbstbewusstsein dar.

  5. Antworte in vollständigen Sätzen und ausführlich.

  6. Das Bewerbungsgespräch ist ein Dialog. Es besteht zu gleichen Teilen aus Reden und zuhören und auch du kannst Fragen stellen.

  7. Zeige Begeisterung und Interesse für dein angestrebtes Arbeitsgebiet.

  8. Frage, wann du mit einer eventuellen Zu- oder Absage rechnen kannst.

  9. Halte stehts einen angenehmen Blickkontakt.

 

 7 | Aber warum denn nicht?

Schon wieder eine Absage kassiert, aber du weißt nicht warum. Häufig sind es Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachen. Es gibt einige Dinge, die einen schneller auf die Abschussliste befördern, als man denkt.

  • Zu spät erscheinen

  • Das Thema Gehalt gleich zu Beginn aufbringen

  • Mangelndes Interesse am Aufgabenbereich

  • Urlaubsansprüche bereits im ersten Gespräch äußern

  • Über frühere Chefs schimpfen

  • Keine eigenen Schwächen anerkennen

  • Nervosität zu offen zeigen

Jedoch muss man nicht immer etwas falsch gemacht haben, um nicht genommen zu werden. Manchmal sind es auch andere Faktoren, die zu einer Absage geführt haben. Dazu zählen zum Beispiel fehlende fachliche Kompetenz oder ein falsches Anforderungsprofil. Oder du kannst oder willst dich nicht lange genug an den Betrieb binden. Auch wenn man zu verschlossen oder distanziert wirkt, kann das einen schlechten Eindruck hinterlassen. Und oft gibt es einfach einen anderen Kandidaten, der es dieses kleine Bisschen besser gemacht hat.

 

8 | Ich hab den Job?

Das Vorstellungsgespräch verlief gut und der erleichternde Anruf kommt. Wie verhalte ich mich jetzt?

Lass dir eine Bedenkzeit, vor allem, wenn du dich noch in anderen Unternehmen beworben hast. Warte allerdings nicht zu lange, denn dann könnte sich der Betrieb bereits für die zweite Wahl entschieden haben.

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